Körperverletzung im Amt: Göttinger Polizist vom Amtsgericht freigesprochen
Das Amtsgericht Göttingen hat einen 33-jährigen Göttinger Polizisten freigesprochen. Gegen ihn wurde der Vorwurf der Körperverletzung im Amt erhoben. Das geht aus einem Bericht des NDR hervor. Der Angeklagte hatte im Juli 2021 einen Mann zwei Mal geschlagen, nachdem dieser von den insgesamt vier Beamten zu Boden gebracht wurde. Der Vorfall wurde damals von Passanten per Videoaufnahme festgehalten und kursierte in den sozialen Netzwerken. Der Richter begründete den Freispruch damit, dass der Polizist größtenteils in Notwehr gehandelt habe. Die letzten beiden Schlägen seien zwar von der Notwehr nicht abgedeckt gewesen, der Richter ließ allerdings von einer Strafe ab, da der Polizist die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschritten habe. Zuvor hatte der Beamte ausgesagt, dass der Mann ihn im Nacken umklammert und die Luft abgedrückt habe. Der Polizist befürchtete Bewusstlosigkeit, Schutzlosigkeit und Todesangst, so der Richter des Amtsgerichts Göttingen.