Studie der UMG wird mit 1,3 Millionen Euro gefördert
Eine Studie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zu chronischen Nierenerkrankungen bei Kindern erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Das gab die UMG in einer Mitteilung bekannt. Unter der Federführung von Prof. Dr. Oliver Gross, Oberarzt in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, soll die Studie die Wirksamkeit des Medikaments Dapagliflozin bei Kindern untersuchen, die unter dem „Alport Syndrom“ erkrankt sind. Das „Alport Syndrom“ ist eine Erbkrankheit und sorgt dafür, dass die Nieren vernarben und dadurch schneller altern. In der Folge entzünden sich die Nieren, arbeiten dadurch schlechter und es gelangen Blut und Eiweiß in den Urin. Betroffene erleiden durch die Krankheit einen erheblichen Verlust der Lebensqualität, haben eine geringere Lebenserwartung und benötigen Spenderorgane. Die klinische Studie der UMG untersucht, ob das Medikament Dapagliflozin das Nierenversagen verzögert und die Lebenserwartung erhöht. In Deutschland sind aktuell rund 1.000 Kinder am „Alport Syndrom“ erkrankt
Er koordiniert die Studie: Oberarzt in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Prof. Dr. Oliver Gross.