Tarifverhandlungen: IG Metall kündigt Warnstreiks an - Südniedersachsen betroffen
Die IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hat für diese Woche Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen angekündigt. Dabei ist auch ein Aktionstag in Northeim geplant. Zuletzt war die vierte Tarifverhandlung gescheitert. Darum sind in den kommenden Tagen mehrere Kundgebungen, Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen geplant. André Sander von der IG Metall Südniedersachsen-Harz zu den Forderungen beider Seiten: „Wir fordern acht Prozent prozentuale Entgelterhöhung, als tabellenwirksam, und das für eine Laufzeit von zwölf Monaten. Und die Arbeitgeberseite NiedersachsenMetall, zumindest in Niedersachsen, dort sitze ich auch in der Verhandlungskommission, tat sich damit ein bisschen schwer, überhaupt in den ersten zwei Verhandlungsgesprächen etwas als Gegenforderung auf den Tisch zu legen. In der dritten Verhandlungsrunde haben sie uns dann offeriert: 3.000 Euro aus dem Inflationsentlastungspaket […] und dass der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von 30 Monaten haben muss. Eine prozentuale Erhöhung wollten sie nicht beziffern, in die Tabelle.“ Dies wolle NiedersachsenMetall erst tun, wenn die IG Metall der Laufzeit des neuen Tarifvertrages zustimme, so Sander weiter. Er kritisierte, dass solche langen Laufzeiten angesichts der aktuellen Situation auch betriebswirtschaftlich nicht ratsam seien. Der Aktionstag in Northeim beginnt morgen um 11 Uhr am Mühlenanger. Die IG Metall ruft die Betriebe dazu auf, sich von neun bis 18 Uhr am Warnstreik zu beteiligen. Anfang November hatten sich in Südniedersachsen bereits fast 4.800 Beschäftigte aus 28 Betrieben an den Arbeitsniederlegungen beteiligt, darunter unter anderem Sartorius, die Piller Group und Harz Guss Zorge.