Gruppe „Defend Kurdistan“ besetzt Göttinger SPD-Parteizentrale
Heute Mittag haben Aktivist*innen der Gruppe „Defend Kurdistan“ Teile der SPD-Parteizentrale in Göttingen besetzt. Hintergrund waren Forderungen der Bewegung, die SPD solle sich deutlich zu den türkischen Angriffen auf die kurdische Freiheitsbewegung positionieren. Hier führten die Aktivist*innen ein Gespräch mit Cornelius Schley, einem der Vorstandsvorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Göttingen. Über die Inhalte berichtet einer der Aktivist*innen von „Defend Kurdistan“, Jan Keno: „Was wir konkret von der SPD fordern und hier von diesem regionalen Büro ist, dass die SPD sich positioniert, dass dieses Büro auch Druck ausübt auf die SPD bundesweit, auf ihre Landtagsabgeordneten und auf alle Institutionen, auf die sie Einfluss haben, um den Krieg in Kurdistan zu beenden, der ja nicht nur mit der Duldung von Deutschland passiert, sondern auch mit der Unterstützung durch eben Waffenlieferungen. Und der Besuch von Nancy Faeser zum Beispiel in der Türkei zeigt eben, wie groß da der Wille ist, auch wegzuschauen.“ Die SPD Göttingen kündigte an, sich am kommenden Montag mit den Forderungen auseinandersetzen zu wollen. Cornelius Schley merkte an, er habe nicht die Möglichkeit, als Einzelperson vor Ort Entscheidungen zu treffen. Die Gruppe „Defend Kurdistan“ plant derweil weitere Aktionen, auch mit Bezug auf die Proteste im Iran.