Geschrieben von Jennifer Bullert
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Die Ditib-Moschee in Göttingen hat einen Drohbrief aus der rechten Szene erhalten. Wie mehrere Zeitungen berichten, war der Brief unter anderem maschinell mit „NSU 2.0“ unterschrieben, enthielt zudem ein von Hand hinzugefügtes Hakenkreuz und den Verweis auf Combat18. Dabei handelt es sich laut Bundesinnenministerium um den deutschen Ableger einer von der rechtsextremistischen "British National Party" gegründeten Vereinigung. Die 18 steht dabei für den ersten und achten Buchstaben im Alphabet und bezieht sich somit auf Adolf Hitler. In dem Drohbrief an die Ditib-Moschee wurde angekündigt, dass die Gemeinde mit etwas Schlimmerem rechnen müsse, sollte sie weitermachen wie bisher. Auf Anfrage des StadtRadio Göttingen bestätigte die Polizei das Vorliegen des Schreibens und verwies an die Staatsanwaltschaft. Bislang liegt von ihr keine Rückmeldung vor. Der Mündener Landtagsabgeordnete der Grünen, Michael Lühmann, hat heute bei einem Besuch der Moschee seine Solidarität mit der Ditib-Gemeinde ausgedrückt. Für Bedrohung und Einschüchterung aus dem rechten Spektrum dürfe es keinen Raum geben, teilte er mit. Lühmann erklärte zudem, dass die Polizei beim heutigen Freitagsgebet Präsenz zeige.