Göttinger Forscher:innen untersuchen "Nutri-Score"
Ein Forscher:innenteam der Universität Göttingen hat die Bedeutung des sogenannten „Nutri-Scores“ untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass das Label einer Irreführung durch Werbung zum Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel entgegen wirkt. Der Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und Übergewicht ist vielen Menschen bekannt, daher bewerben einige Unternehmen ihre Produkte mit Slogan wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „weniger süß“. Dies soll den Eindruck erwecken ein Produkt sei gesünder, als es das eigentlich ist. Das Forscher:innenteam rund um Dr. Kirstin Jürkenbeck hat daher untersucht wie der Nutri-Score mit der Kennzeichnung des Zuckergehalts zusammenwirken könnte. Der Nutri-Score ist ein System zur Nährwertkennzeichnung von Lebensmittel auf Basis einer Fünfstufigen Farb- und Buchstabenskala. Seit November 2020 steht er Unternehmen zur freiwilligen Kennzeichnung ihr Lebensmittel in Deutschland zur Verfügung. In einer Studie mit 1.103 deutschen Teilnehmer:innen fand das Göttinger Forscher:innenteam heraus, dass der Nutri-Score Verbrauer:innen hilft die Nährwertqualität eines Produktes besser einzuschätzen, trotz irreführender Slogan zum Zuckergehalt. Das Team fordert daher den Nutri-Score als verbindliche Kennzeichnung von Lebensmitteln in Deutschland einzuführen.