Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Nach Bekanntwerden des vorläufigen Baustopps des Universitätsmedizin-Neubaus hat sich der Personalrat der UMG entsetzt gezeigt. Der Neubau sei dringend notwendig, um die Arbeitsbedingungen des Personals sowie die Situation für die Patienten zu verbessern. Der 40 Jahre alte Altbau sei zu marode. Zudem müssten jährlich Unsummen in Reparatur und Sanierung investiert werden, die vom Land nicht im benötigten Maße gegenfinanziert werden würden. Daher sei eine weitere Verzögerung des Neubaus nicht hinnehmbar und würde die Baukosten nur weiter steigern, so der Personalrat. Er verweist darauf, dass die UMG mit mehr als 8.000 Beschäftigten und zusätzlich 1.000 Beschäftigten in Tochtergesellschaften zu den größten Arbeitgebern der Region zähle. Damit trage sie auch entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung bei und sei zudem zentrale Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung in Südniedersachsen. Hinsichtlich des kritisierten Vergabeverfahrens müsse nun rasch eine Lösung der beteiligten Akteure erfolgen, so der Personalrat abschließend. In der vergangenen Woche hatten sich bereits mehrere Vertreter der Landespolitik zum Baustopp geäußert. Der Göttinger Grünen-Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel hatte unter anderem angekündigt, Akteneinsicht beantragen zu wollen.