Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nach Berichten über eine mögliche Verzögerung beim Neubauprojekt der Universitätsmedizin Göttingen haben sich nun Vertreter aus der Landespolitik geäußert. Am Dienstag hatte die UMG mitgeteilt, dass die Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen einen Antrag hinsichtlich der Baustufe 1 abgelehnt habe. Im vergangenen Oktober hatte das Uniklinikum entsprechende Mittel beantragt, um die Planungen für diese Baustufe aufzunehmen. Bereits im Juli 2018 war das Vergabeverfahren für die erste Baustufe EU-weit ausgeschrieben worden. Der Göttinger Landtagsabgeordnete und haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Stefan Wenzel, appellierte an Ministerpräsident Stephan Weil und Wissenschaftsminister Björn Thümler. Er forderte von ihnen, die Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Institutionen des Landes so schnell wie möglich auszuräumen. Das Neubauprojekt dürfe nicht unnötig verzögert werden und müsse Rechtssicherheit beinhalten. Wenzel kündigte an, Akteneinsicht beantragen zu wollen. Auch Landtagspräsidentin Gabriele Andretta fordert, dass die Differenzen zwischen UMG und der Dachgesellschaft sowie dem Wissenschaftsministerium schnell geklärt werden sollen. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Ulf Thiele, erklärte unterdessen, dass Gründlichkeit wichtiger sei als Schnelligkeit. Das bisherige Vergabeverfahren der UMG sei rechtlich angreifbar. Die UMG gab bekannt, nun gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur das weitere Vorgehen planen zu wollen. Ziel müsse es sein, im Sinne der modernen und sicheren Patientenversorgung möglichst bald die Baumaßnahmen zu beginnen.