Internationale Händel-Festspiele 2020 werden verschoben
Im Zuge der Corona-Krise werden in diesem Jahr auch die Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen verschoben. Das haben die vier Gesellschafter sowie der Aufsichtsrat in den vergangenen beiden Tagen unabhängig voneinander beschlossen. Ursprünglich hatte in diesem Jahr das 100. Jubiläum der Festspiele gefeiert werden sollen. Tobias Wolff, der geschäftsführende Intendant, bezeichnete die Entscheidung als hart, aber richtig. Es sei absehbar, dass die Corona-Epidemie im Mai noch andauern werde. Zudem sei das Programm nicht mehr durchführbar, da viele Künstler sich in abgeriegelten Gebieten befänden oder möglicherweise selbst an dem Virus erkrankt sein könnten. Wolff macht in diesem Zusammenhang auch auf die finanziellen Auswirkungen aufmerksam. Durch eklatante Einnahmeausfälle aufgrund von abgesagten Veranstaltungen könnten viele Künstler nun unverschuldet in die Armut abrutschen. Darum appelliert Wolff an diejenigen, die bereits Karten für die Festspiele erworben haben. Sie sollten prüfen, inwiefern sie auf eine Rückerstattung verzichten könnten, um so die betroffenen Künstler zu unterstützen. Dafür würde eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden. Generell sei die gemeinnützige Festspiel-GmbH nun auch in ihrer Existenz bedroht. Durch die abgesagten Veranstaltungen würden voraussichtlich auch Spendengelder und Stiftungsmittel wegfallen. Zudem verfüge die Gesellschaft kaum über Rücklagen, so Wolff. Daneben ist das Festspielbüro ab heute bis zum 17. April geschlossen, um die Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.