200 Studierende demonstrieren für Kann-Semester
Heute Vormittag haben ca 200 Studierende auf dem Platz der Göttinger Sieben für ein Kann-Semester demonstriert. Unter anderem forderten sie die Verlängerungen der Regelstudienzeit, die Aussetzung der Langzeitstudiengebühren sowie die Verlängerung aller befristeter Verträge von Mitarbeitern um mindestens ein Semester. Aufgrund der Covid-19-Pandemie sei ein faires Studium für alle in diesem Semester nicht möglich. Technische Probleme und fehlende Arbeitsplätze in den Bibliotheken erschweren vielen Studierenden das Studium in diesem Semester. Der AStA-Vorsitzende Felix Schabasian verwies in seinem Redebeitrag darauf, dass auch die Landeshochschulkonferenz ein Kann-Semester fordere. Auch gebe es durch die verschobenen Klausuren des Wintersemesters eine Überschneidung mit den Klausuren des Sommersemesters, welches weiteren Druck für Studierende bedeute. Eine Rednerin der Basisgruppe Medizin verwies auf die steigende soziale Ungleichheit durch die Pandemie, die auch besonders Studierende treffe, die ihren Job verloren haben und nun nicht wüssten, wie sie ihre Miete zahlen sollten. In einem weiteren Redebeitrag forderte das Bündnis Minister Thümler auf, den Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen zu folgen, da diese bereits ein Kann-Semester eingeführt hätten. Die Kundgebung ist vom Kann-Semester-Bündnis, welches aus mehreren Hochschulgruppen, Fachschaften, dem AStA, sowie der Initiative Uni Göttingen unbefristet zusammensetzt, durchgeführt worden.