Geschrieben von Johannes Meinecke
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Wissenschaftler des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und der Aalto University in Espoo in Finnland, haben eine Technik vorgestellt, mit der Kräfte von Mikroorganismen gemessen werden können. Diese Kräfte sind meist nicht größer als wenige Nanonewton. Ein Nanonewton enspricht etwa einem Milliardsten Teil einer Tafel Schokolade. Für Zellen und Mikroben reichen solche Kräfte aus, um an einer Oberfläche anzuhaften oder sich in Richtung von Nährstoffen zu bewegen. Die Mikropipetten-Kraftsensoren wurden von den Physikern Matilda Backholm und Oliver Bäumchen entwickelt und bestehen aus hohlen Glasnadeln mit einem Durchmesser von einem menschlichen Haar oder kleiner. Durch das Betrachten einer kalibrierten Mikropipette können die darauf wirkenden Kräfte direkt gemessen werden, so Backholm, Wissenschaftlerin im Fachbereich Angewandte Physik der Aalto University. Oliver Bäumchen, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, zeigte sich überzeugt, dass die Technologie in Zukunft auch an anderen biologischen Systemen Anwendungen finden wird.