Geschrieben von Robin de Greef
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Am Landgericht Göttingen wurde heute der Prozess um den 37-jährigen Göttinger fortgesetzt, der im Mai 2014 seine damalige Geliebte geschlagen und vergewaltigt haben soll. Als Zeugen wurden ein Freund des vermeintlichen Opfers, mit dem sie noch in der besagten Nacht in Kontakt stand, sowie eine ehemalige Geliebte des Angeklagten angehört. Auch das vermeintliche Opfer selbst sagte aus. Zudem wurde der Kommissar, der die polizeiliche Vernehmung des Angeklagten durchgeführt hatte, befragt. Die Verteidigung warf der Polizei eine unzureichende Rechtsbelehrung und das Fehlen einer Tonbandaufnahme der Vernehmung vor. Da der Angeklagte gebürtig aus Haiti stammt und kaum Deutsch spricht, sei das Verständnis nicht sicher gestellt gewesen, so der Verteidiger. Das Urteil soll im April verkündet werden. Dann will sich auch der Angeklagte erstmals öffentlich zu den Vorwürfen äußern.