Dassel: Aus Flüchtlingsunterkunft wird „Zentrum der Integration“
Der Landkreis Northeim und das Deutsche Rote Kreuz Einbeck wollen die Flüchtlingsunterkunft in Dassel weiter betreiben. Das Land hatte dem Landkreis in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass es seiner Ansicht nach für die Notunterkunft aktuell keinen Bedarf mehr gebe und es daher nach dem 31. März keine Kosten mehr übernehme. Landkreis und DRK sehen aber weiterhin die Notwendigkeit für einen Fortbetrieb. Nach dem Vorbild der Vereinbarung mit dem DRK Kreisverband Göttingen-Northeim, der für den Landkreis in Wahmbeck das so genannte „Haus der Integration“ betreibt, soll es auch für die Unterkunft in der Hermannstraße in Dassel eine Fortsetzung geben. Wie genau, dass wollen beide Seiten in den nächsten Tagen abstimmen. Gemeinsam soll auch festgelegt werden, wie viele Plätze vorgehalten werden. Der Vertrag soll zunächst bis Ende Oktober laufen. Der Name der Einrichtung soll „Zentrum der Integration“ heißen. In der ehemaligen Rainald-von-Dassel Schule war im November auf Veranlassung des Landes unter Hochdruck eine Notunterkunft eingerichtet worden. Für den Umbau wurde ein Betrag von 300.000 Euro aufgewendet, der insbesondere für die Instandsetzung der Heizungsanlage und den Einbau einer Brandmeldeanlage investiert werden musste.