Der Vorstand des Göttinger Studentenwerks will heute über mögliche Mietpreiserhöhungen beraten, um den Renovierungsbedarf in den Wohnheimen und Mensen zu finanzieren. Die Wohnrauminitiative Göttingen kündigt schon jetzt Widerstand gegen eine Mehrbelastung der Studenten an. Eine Sprecherin wörtlich: „Studierende, die oftmals ohnehin finanziell schlecht gestellt sind, dafür büßen zu lassen, dass das Studentenwerk jahrelang Sanierungen aufgeschoben hat, ist unverantwortlich. Angesichts der hohen
Mietpreise in Göttingen ist es nicht akzeptabel, dass sich das Studentenwerk aus der Verantwortung zieht und den ohnehin knappen bezahlbaren Wohnraum weiter abbaut.“ Die Initiative betont, dass die Landesregierung die Finanzierung der Studierendenwerke sicherstellen muss. Auch der Göttinger AStA wehrt sich gegen die möglichen Pläne des Studentenwerks. Der Studierendenausschuss fordert, dass die Finanzierung der Renovierungen, wenn überhaupt, nur solidarisch über den Studentenwerksbeitrag passieren darf. "Nur, wenn wir die Mehrkosten, die eigentlich das Land tragen sollte, solidarisch finanzieren, lassen sich soziale Härtefälle vermeiden, die im schlimmsten Fall zu einem Studienabbruch führen können", so Aljoscha Dalkner, AStA-Referent für Politische Bildung.