Geschrieben von Mathilde Lemesle
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Die Stadt Göttingen wird Bäume wegen eines Pilzbefalls fällen müssen. Ein Schlauchpilz aus Japan befällt seit 2006 Eschen in Göttingen. Dieses Jahr sei der Schaden besonders massiv entlang der B27 in östlicher Richtung. Die Schäden im Stadtwald seien unübersehbar, so die Stadt. Der mikroskopische Pilz namens „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ befällt Eschen aller Sorten und jeden Alters. Seine Sporen verbreitet er über den Wind. Bei befallenen Eschen lichtet sich zunächst die Krone. Zuerst sterben die Blätter und die Zweige ab, anschließend der gesamte Baum. Eine Rettung der kranken Bäume ist nicht möglich. Die Stadt will auf den Erhalt resistenter Eschen setzen. Deshalb werden zunächst im Stadtwald kranke Bäume gefällt. Außerhalb des Waldes will die Stadt Eschen nur fällen, wenn diese die Verkehrssicherheit gefährden. Wie viele Bäume genau gefällt werden, kann der städtische Fachdienst Grünflächen noch nicht sagen. 1.500 Eschen sind in Göttingen in Parks und an Straßen gepflanzt. Im Stadtwald machen die Eschen einen Anteil von 20 Prozent aus.