Geschrieben von Jonas Rietschel
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Im Prozess zu dem Mord an einer chinesischen Studentin in Göttingen hat sich heute die Angeklagte selbst zum ersten Mal geäußert. Sie wies die Aussagen ihres Ex-Freundes zurück, zwei Suizidversuche begangen zu haben. Den ersten Selbstmordversuch habe ihr ehemaliger Freund frei erfunden, um zu vertuschen, dass er sie in einem Streit gewürgt habe. Vor der Angeklagten wurden zu Beginn des Prozesstages drei Polizeibeamte und ein Richter des Amtsgerichtes Göttingen als Zeugen vernommen. Aus den Aussagen ging hervor, dass die Angeklagte bei der polizeilichen Anhörung zugegeben hatte, sich während der Tatzeit in dem Apartment des Opfers aufgehalten zu haben. Dort sei es zwar zu einem Streit mit Handgreiflichkeiten gekommen, jedoch nicht zu einem Mord. Bei der Polizei hatte die Studentin allerdings mehrfach ausgesagt, sich nicht genau an die Geschehnisse im Apartment erinnern zu können. Zum Abschluss des Verhandlungstages legte die Verteidigung einen Antrag zur Ablehnung einer der Sachverständigen vor. Der Antrag soll nun geprüft werden, der Prozess wird morgen trotzdem fortgesetzt.