Susanne Glombitza: Einzige Kandidatin bei Bürgermeisterwahl in Nörten-Hardenberg
Sendung: | Aufgeweckt - Mehr am Morgen Redaktion |
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AutorIn: | Mathilde Lemesle |
Datum: | |
Dauer: | 04:33 Minuten bisher gehört: 399 |

Susanne Glombitza ist die einzige Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Nörten-Hardenberg. (Bild: Mathilde Lemesle)
Manuskript
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Seit März dieses Jahres gibt es in Nörten-Hardenberg offiziell keine Bürgermeisterin mehr. Die bisherige Amtsinhaberin Astrid Klinkert-Kittel wurde als Landrätin des Landkreises Northeim gewählt und gab ihren Posten in Nörten-Hardenberg damit auf. Seitdem übernimmt ihre Stellvertreterin Susanne Glombitza die Amtsgeschäfte. Glombitza arbeitet seit 2012 bei der Gemeinde Nörten-Hardenberg. Doch die Entscheidung, als Bürgermeisterin zu kandidieren, fiel ihr nicht leicht.
O-Ton 1, Susanne Glombitza, 31 Sekunden
„Erstmal hatte ich das gar nicht vor. Und es war schon ein bisschen ein längerer Entscheidungsprozess, den wir zusammen mit der Familie gefällt haben. Ich denke, dass es mir wirklich Spaß gemacht hat die letzten viereinhalb Jahren hier. Ich weiß um was es geht, ich weiß, welche Projekte wir angeschoben haben. Ich könnte mir vorstellen, was wir noch erreichen und machen können. Ich habe daran Gefallen gefunden und habe sehr viel Unterstützung von den Kollegen hier, die mich ermuntert haben. Letztendlich haben wir in der Familie gesagt: Ich mache das und die trauen mir das alle zu und vor daher denke, dass es die richtige Entscheidung gewesen.“
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Das sieht nicht nur Glombitzas Familie so. Auch alle Parteien, die zurzeit im Gemeinderat vertreten sind, unterstützen ihre Kandidatur. Damit wird am Sonntag nur ihr Name auf dem Wahlzettel stehen, denn niemand hat sich sonst zur Wahl aufstellen lassen. Die Unterstützung aller Parteien sei für Glombitza eine Wertschätzung ihrer bisherigen Arbeit und ihrer Person. Aber auch wenn sie die einzige Kandidatin ist und seit März die Amtsgeschäfte leitet, betreibt Glombitza trotzdem Wahlkampf.
O-Ton 2, Susanne Glombitza, 13 Sekunden
„Selbstverständlich gibt es Wahlkampf!Das ist mir auch ganz ganz wichtig, weil ich möchte auch nicht, dass die Leute denken, dass ich jetzt gar nichts mache und mir da nicht anstrenge. Mir ist das schon wichtig, dass der Bürger auch weiß, dass es mir wichtig ist.“
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Susanne Glombitza ist eigentlich Northeimerin. 1986 fing sie bei der dortigen Stadtverwaltung als Verwaltungsfachangestellte an. 2012 wechselte sie nach Nörten-Hardenberg. Obwohl sie erst seit vier Jahren dort arbeitet, schwärmt sie von der Gemeinde.
O-Ton 3, Susanne Glombitza, 36 Sekunden
„Ganz besonders gefällt mir hier, dass es viele Vereine gibt. Es gibt unheimlich viele Leute, die sich ehrenamtlich auch engagieren. Wir haben im Rahmen ,Bündnis für Familien' dieses Projekt ,Bürger fahren Bürger' aufgelegt. Das wird so gut angenommen, das freut mich. Das ist einfach die freie Zeit der Leute. Das haben in Wolbrechtshausen. In Wolbrechtshausen gibt es eine Truppe, die Grünflächenpflege macht. Ich will jetzt diese zwei Beispiele heraus greifen aber dafür stellvertretend gibt es so viele andere Aktionen, die hier gemacht werden, die wirklich ganz toll sind, wo immer Ehrenamtliche mit eingebunden sind.“
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Die Bürgermeisterkandidatin will die bisherige Politik, die Astrid Klinker-Kittel eingeleitet hatte, weiter führen. Alles sei noch nicht fertig gemacht. Glombitza über ihre politischen Ziele:
O-Ton 4, Susanne Glombitza, 32 Sekunden
„Es gibt ein Ziel, was wir hier eigentlich alle haben, das ist, dass wir Nörten-Hardenberg als Familien-Wohnstandort auch wirklich gut aufstellen wollen. Dafür haben wir in den letzten Jahren ganz ganz viel gemacht. Wir haben eine super Krippenversorgung hier. Zurzeit sind gerade hier dabei, ein Konzept auszuarbeiten für eine Ganztagsschule. Das sind wir zwar noch in der Beratung und da ist auch noch nicht die letzte Entscheidung getroffen. Aber wir bereiten solche Dinge vor, wo wir Familien helfen können, die Betreuung für ihre Kinder auch gut sicher stellen zu können.“
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Für Glombitza ist der Standortfaktor ganz wichtig. Nörten-Hardenberg habe viel Potential: die gute Anbindung mit den Zügen und an der Autobahn, die Krippen- und Schulversorgung, das Hallenbad und die Sportplätze. Die interkommunale Arbeit will Glombitza weiter führen. Auch im Bereich Bau hat sie konkrete Pläne.
O-Ton 5, Susanne Glombitza, 15 Sekunden
„Wir versuchen Bauland auszuweisen, weil wir natürlich versuchen wollen, diese demographische Entwicklung entgegenzuwirken. Das heißt, wir versuchen Bauland auszuweisen, damit neue Bürger hierher ziehen. Und die ziehen nur dann hierher, wenn sie eine gute Infrastruktur vorfinden.“
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Susanne Glombitza ist zwar längst in die Themen der Gemeinde eingearbeitet. Doch als Stadtoberhaupt sieht sie sich vor der Wahl noch lange nicht. Das Büro der Bürgermeisterin steht nach dem Weggang von Astrid Klinkert-Kittel leer. Glombitza arbeitet noch an ihrem alten Schreibtisch. Denn sie will erst umziehen, wenn sie auch von den Bürgern gewählt ist.
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