Frühjahrstreffen der AG Südniedersächsische Heimatforschung und Plattdeutschforum
Sendung: | Mittendrin Redaktion |
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AutorIn: | Andreas Hillebrandt |
Datum: | |
Dauer: | 03:52 Minuten bisher gehört: 218 |
Manuskript
O-Ton 1, Albert Behrens, 21 Sekunden
„Huite weed bloat Plattduitsch esproken. Kummet meck nich an un segget ‚Eck verstah Deck nich‘. Sowat giwt et nich. [...] Plattdeutschforum und ASH, wo arbeitet tohaupe, un we willt alle dat Bläuke moken, we willt dat plattduitsche Sproake erhoaln.“
Text
Die Verständigungssprache beim Frühjahrstreffen sollte für den Resttag also Plattdeutsch sein, denn das Ziel ist der Erhalt der Mundart. Mit diesem Hinweis begrüßte der Vorsitzende des Plattdeutschforums Südniedersachen, Albert Behrens, die circa 100 Teilnehmer im Nachmittagsprogramm des Plattdeutschforums zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für südniedersächische Geschichte. Zuvor hatte es bereits einen Dorfrundgang mit dem Ortsheimatpfleger Georg Hoffmann gegeben. Er führte zu den markantesten Plätzen der Dorfgeschichte. Gerda Mickan, stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und Mitglied in der Arbeitsgruppe „Plattdeutsche Sprache und Literatur“, erzählt über die gemeinsamen Treffen der beiden Vereine:
O-Ton 2, Gerda Mickan, 36 Sekunden
„2017 dä hätt seck dä PDF gegründet, Uund dann hott wä lestes Joahr – da sün eck jo auch immer bei de PDF, weil eck Mitglied bin und als Sprachrohr for de „Plattdeutsche Kerken unerwejens“ und so ben eck bei düsse Vorstandssitzungen mit dabei und da hatt wa anedacht dat wa düsse Drepens to haupe moket, denn ASH und PDF, de moket nichts gegeneinander, de willt meienander dat Plattduitsch in Südnedersassen voranbringen. Und so moket wa dat jetzt das tweite Mal, dat wa düsse Drepens meienander maket.“
Text
Gemeinsam möchten beide Vereine das Plattdeutsche in Südniedersachen voranbringen. Das geschieht über verschiedene Plattdeutschtreffen, aber auch über Arbeitsgemeinschaften und weitere Projekte in verschiedenen Schulen in den Landkreisen Göttingen und Northeim. Annette Rummenhohl, Plattdeutschbeauftragte für die Region Göttingen, Northeim, Osterode, Goslar sagt dazu:
O-Ton 3, Annette Rummenhohl, 23 Sekunden
„De Landesschaulbehörde de nehmet nämlich ne chance Menge Cheld inne Hand, dat dat wieerchoot mit‘m Plattdütschen, dat dat nich unnerchoat. Un as de Beratersche for de Schauln für Chöttingen, Osterro‘e, Choslar u Norten sett eck nu immer inne Schaulen unerwejens und verseuke de Kinnere und de Schaulmesters to begeistern, dat dat auch en Platz in de Schaule hätt.“
Text
Die Landesschulbehörde fördert also auch verstärkt das Plattdeutsche. Ebenso fördert die Niedersächsische Sparkassenstiftung Plattdeutsch bei Kindern und Jugendlich. Arne Butt von der Stiftung sagt:
O-Ton 4, Arne Butt, 32 Sekunden
„Wir als Sparkassenstiftung beteiligen uns auch daran, dass Plattdeutsch weiterlebt und vor allem bei Kindern und Jugendlichen weiterlebt. Wir führen, unterstützt von den Landschaftsverbänden und von der Landesschulbehörde, alle zwei Jahre den plattdeutschen Lesewettbewerb durch. Jetzt aktuell bin ich hier, weil wir tatsächlich auch wieder in Zusammenarbeit mit der Landesschulbehörde einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche laufen haben, nämlich den Schorsewettstreit für ostfälisches Platt.“
Text
Schließlich gab es beim Frühjahrstreffen der beiden Vereine noch einen Abschnitt, in dem verschiedene Berufe in ihrer Entwicklung von der Nachkriegszeit bis heute vorgestellt wurden. Auf Plattdeutsch war so Vieles über den Alltag von Bauern, Maurern, Gärtnern, Tischlern, Bäckern, Installateuren und Sensenschärfern zu erfahren, aber auch über den modernen Schulunterricht mit der ein oder anderen Begebenheit zum Schmunzeln. Die Redner kamen dabei aus verschiedenen Gegenden in den Landkreisen Göttingen und Northeim.
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